Ins Stromnetz einspeisen lohnt sich nicht

In den frühen Tagen der privaten Photovoltaikanlagen lohnte es sich noch für deren Besitzer, Strom ins Netz einzuspeisen, denn die Preise, die dafür gezahlt wurden, waren ´ hoch. In den vergangenen Jahren sind die Preise aber gesunken, sodass sich die Einspeisung nicht mehr lohnt. Daher behalten jetzt immer mehr unabhängige Stromerzeuger ihren Strom für sich, und was sie nicht ge- oder verbrauchen können, lagern Sie in PV-Speichern. Unser 11880.com-Elektriker-Ratgeber sagt Ihnen, welche Kosten PV Speicher Ihnen verursachen können und wann sich diese Kosten für Sie auszahlen können.

Kosten PV-Speicher
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Die Kosten für PV-Speicher

Die Kosten für PV-Speicher setzen sich in der Regel aus zwei Hauptelementen, nämlich dem Preis für das Gerät selbst und dem Preis pro gespeicherter Kilowattstunde (kWh) zusammen. Zwar können Ihnen bei der Anschaffung durch den PV-Speicher Kosten zwischen gut und gerne 5.000 und 15.000 € entstehen, doch wichtiger ist die zweite Komponente, die Kosten für jede gespeicherte kWh Strom.

Kosten PV-Speicher nach Leistung und Technologie

Denn bei den Kosten für PV-Speicher muss man immer eine Relation zwischen der zu speichernden Energiemenge und dem Gesamtpreis sehen. Neben dem Leistungsspektrum von PV-Speichern kann auch die Technologie preisentscheidend sein. So sind PV-Speicher auf Bleibasis günstiger als solche auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie, wobei letztere wiederum mehr speichern können und eine längere Haltbarkeit aufweisen.

  • Die Kosten für PV-Speicher auf Basis von Blei-Technologie liegen je nach Hersteller und Speicherkapazität zwischen 8.000 und 10.000 €.
  • Lithium-Inoen-Speicher kosten zwischen knapp 10.000 und bis zu 30.000 €.
Solarstromspeicher Kosten
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Kosten für gespeicherte Kilowattstunden

Der Ansporn für den Kauf eines PV-Speichers ist ja, den erzeugten Strom nicht mehr ins Netz einspeisen zu müssen, denn dadurch würde einiges an Einsparpotential verloren gehen. Die Kosten für PV-Speicher haben somit neben den reinen Anschaffungskosten des Geräts an sich einen zweiten und noch interessanteren Faktor. Beim Kauf eines Photovoltaikspeichers sollten Sie dringend auf den Preis pro gespeicherter Kilowattstunde achten. Den werden Sie in der Regel nicht auf der Verpackung des Speichers finden, aber Sie können Sie folgendermaßen berechnen.

So berechnen Sie die Kosten für gespeicherte kWh:


Kosten für PV-Speicher : speicherbare Energiemenge (=Nennkapazität x Vollzyklen)


Im Ergebnis kommen Sie für den Preis pro gespeicherter kWh auf einen Preis von durchschnittlich 25 ct, bei vielen liegen sie auch noch deutlich höher. Da PV-Speicher noch nicht so lange auf dem Markt sind, wird in mittelbarer Zukunft mit sinkenden Preisen für gespeicherte Kilowattstunden gerechnet.

Wann hat sich ein PV-Speicher amortisiert?

Dies ist auch genau der Effekt, der den Kauf von PV-Speicheranlagen in der Zukunft noch attraktiver machen wird. Momentan ist – unter reiner Betrachtung der Amortisierungszeit – ein Kauf einer Anlage ohne PV-Speicher noch attraktiver. Zudem muss man bei einer aktuellen Amortisierungszeit von über 20 Jahren und einer gleichzeitigen Haltbarkeit eines PV-Speichers von ebenfalls ca. 20 Jahren sagen, dass die Wirtschaftlichkeit vieler PV-Speicher noch nicht wirklich gegeben ist – zumindest in Kleinanlagen und Einfamilienhäusern. Sobald die Kosten für PV-Speicher aber weiter sinken, wird sich auch in ganzer Breite die Amortisierungszeit angleichen.

Förderung zu den Kosten für PV-Speicher

Eine Förderung zu den Kosten für PV-Speicher hat der Staat im Mai 2013 ausgelobt. Die Einführung und Verbreitung im Markt sollen somit unterstützt werden. Hierbei werden von der KfW bis zu 660 € für die Nachrüstung, bzw. bis zu 600 € bei Neukauf einer PV-Anlage gezahlt.


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