> Baustrom: Kosten und Bezug

Kosten Baustrom

Die allgemeine Stromversorgung in Häusern und Wohnungen ist heutzutage eine Selbstverständlichkeit. Einfach Geräte in die Steckdose und der Strom fließt. Doch, was ist, wenn sich das Haus noch im Bau befindet, die Elektroinstallation noch gar nicht stattgefunden hat und somit kein Hausanschluss besteht? Wo also kommt der Strom zum Bauen her? Die Lösung ist Baustrom. Unser 11880.com-Elektriker-Ratgeber zeigt Ihnen, wie hoch die Baustrom Kosten sind, wie Sie den Strom beantragen und wie Sie schließlich auf Normalstrom umschalten können.

Was kostet Baustrom?

Was kostet Baustrom? Eine wichtige Frage, die sich nun, nach dem Verbrauch stellt. Hier steht der Baustromkasten im Mittelpunkt. Er ist zwingend bei der Lieferung für Strom erforderlich, da er mittels eines Zählers den Verbrauch misst. Ein Zähler wird dafür angebracht der mit Kosten ca. 50 Euro zu buche schlägt. Der Baustromkasten kann vom Versorgungsunternehmen oder auch bei einem Elektrounternehmen gemietet werden. Kleine zusätzliche Baustromverteiler können Sie übrigens auch schon recht günstig (zwischen 50 und 100 €) selbst kaufen, die großen Hauptgeräte kosten zwischen mehreren Hundert und über 1.000 €. 

Baustrom Kostenübersicht
© Lightstar59 – istockphoto.com

Baustrom Kostenaufstellung

Posten Kosten (zzgl. MwSt)
Leihgebühr für den Baustromverteiler ca. 50 € / Monat
Einbau des Stromzählers 50 €
Stromkosten (Grundpreis) ca. 35 €
Aufstellung und Abnahme durch Elektriker 80 €
Gesamtkosten ca. 800 - 1.000 €*

 
* bei einer Bauzeit zwischen 3 und 6 Monaten.

Wie wird der Baustrom abgerechnet?

Ansonsten zahlen Sie in der Regel einen relativ günstigen Tarif für das Anmelden, Koordinieren und Aufstellen des Baustromverteilers von ca. 80 - 100 € sowie die monatliche Miete für den Baustromverteiler mit Zubehör, die im mittleren zweistelligen Bereich liegen sollte. Hinzu kommen die Stromkosten selbst, die je nach verwendeter Baumaschine und deren Strombedarf natürlich ebenfalls die Baustrom Kosten in die Höhe treiben können. In der Regel wird aber während der Antragsphase ein Grundpreis mit dem Stromversorger vereinbart. Bei einer Bauzeit von 3 - 6 Monaten wird Ihnen der Baustrom Kosten von ca. 800 - 1000 € bereiten.

Wie lässt sich bei den Baustromkosten einsparen?

Versuchen Sie die Wege zwischen Baustromkasten und Baustelle möglichst gering zu halten. So wird der Spannungsverlust geringer ausfallen und die Kabel sind nicht so anfällig für Schäden. Zudem fallen die Kosten für benötige Kabel geringer aus. Sie sollten sich vor Baubeginn auch im Klaren darüber sein, welche Werkzeuge Sie später auf dem Bau benötigen. So stellt der Baustromverteiler sowohl einen 230-Volt-Stromanschluss, als auch einen Starkstromanschluss bereit, der für schweres Gerät wie Baukräne genutzt werden kann. Die Stromleistung später noch einmal anzupassen, erzeugt unnötige Mehrkosten. Zudem ist Baustrom beim Netzbetreiber immer teurer als Hausstrom. Es lohnt sich also, möglichst früh einen Hausstrom, bzw. Hausanschluss einzurichten. Dazu brauchen Sie einen Stromverteiler in einem abgeschlossenen Raum. 

Welche Kosten sind beim Baustrom zu erwarten?

  • Kauf/Miete des Baustromkastens
  • Anschluss des Baustromkastens an Anschlussstelle
  • Einbau des Stromzählers in den Baustromkasten
  • Installation und Inbetriebnahme des Baustromkastens
  • Baustromverbrauch
  • Deinstallation des Baustromkastens/Stromzähler

Wann brauchen Sie Baustrom?

Auf dem Bau haben Sie ein Problem, das sich nur durch Baustrom lösen lässt: Zum Bauen, bzw., zum Betrieb vieler Baustellengeräte benötigen Sie Strom, der dort aber noch nicht vorhanden ist. Somit benötigen Sie letztendlich Baustrom, um Strom im Haus zu verlegen. Sofern das Grundstück auf keine Weise mit dem Stromnetz verbunden ist, müssen Sie Baustrom beantragen. Diese Aufgabe obliegt in der Regel dem Bauherren – wie übrigens auch beim Bauwasser.

Wo Baustrom beantragen?

baustrom
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Beide Anträge stellen Sie – oder Ihr damit beauftragter Elektriker – am besten so früh wie möglich, also im Prinzip gleich, wenn Sie Ihre Baugenehmigung erhalten haben, denn die Formalitäten mit den zuständigen Stellen können durchaus langwierig und zeitaufwendig sein. Doch welche sind diese zuständigen Stellen? Richten Sie Ihren Antrag auf Baustrom an den hiesigen Stromversorger: das können Energieversorger, Netzbetreiber oder auch die örtlichen Stadtwerke sein.

Wie Baustrom beantragen?

An welche Stelle auch immer Sie sich wenden, Sie werden sicherlich die folgenden Antragsbestandteile brauchen:

  1. Elektriker finden: Für Ihren Antrag auf Baustrom arbeiten Sie am besten mit einem Elektrofachbetrieb in Ihrer Nähe zusammen. Wichtig: Die Baustrom-Anlage muss durch einen Elektro-Meisterbetrieb abgenommen werden! Einen entsprechenden Fachmann finden Sie über unser Portal.
  2. Antrag auf Netzanschluss: Den Elektriker brauchen Sie dann auch für den ebenfalls benötigten Antrag auf Netzanschluss und die Anmeldung der beim Bau vorübergehend ans Netz angeschlossene Geräte.
  3. Lageplan: Sie benötigen einen Lageplan, auf dessen Basis Ihr Elektriker mit dem Netzbetreiber Anschlusspunkte vereinbaren kann. Im Zuge dessen wird dann auch gleich ein Anschlusstermin vereinbart.
  4. Zahlung für den Baustrom: Vor diesem Termin steht bereits die Zahlung an. Zum vereinbarten Termin rückt Ihr Elektriker an der Baustelle an und installiert einen Baustromschrank, der zwischen Anschlussstelle und Verbrauchern geschaltet wird.
  5. Baustrom abmelden / Zeitplan: Benötigen Sie den provisorischen Stromanschluss nicht mehr, können Sie den Baustrom abmelden. Dieser Zeitpunkt kann ggf. bereits im Vorfeld, auf Basis des Bauplans, zeitlich abgestimmt werden. Der Schrank wird dann entfernt, der Anschluss getrennt, die Kosten ermittelt.

Wann können Sie den Baustrom abschalten?

Das Ganze hat ein Ende, wenn Ihr Grundstück und/oder Haus eigene Stromanschlüsse haben. Sollten also im Rahmen der Baustromnutzung auch die Elektriker vorbeischauen, um die Elektroinstallation vorzunehmen, können Sie fortan Ihren ganz eigenen Strom für den weiteren Bauprozess verbrauchen. Hier sparen Sie sich dann natürlich die Mietkosten für den Verteiler inkl. allen Zubehörs, den Stromzähler und sparen eventuell auch an den reinen Stromkosten.

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