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Stromspeicher: Kosten nach Leistung und Technologie

Die Kosten für Stromspeicher setzen sich in der Regel aus zwei Hauptelementen, nämlich dem Preis für das Gerät selbst und dem Preis pro gespeicherter Kilowattstunde (kWh) zusammen. Zwar können Ihnen bei der Anschaffung durch den Photovoltaik-Speicher Kosten zwischen gut und gerne 3.000 und 15.000 Euro entstehen, doch wichtiger ist die zweite Komponente, die Kosten für jede gespeicherte kWh Strom.

Denn bei den Kosten für Stromspeicher muss man immer eine Relation zwischen der Speicherkapazität und dem Gesamtpreis sehen. Neben dem Leistungsspektrum von PV-Speichern kann auch die Technologie preisentscheidend sein. So sind Akkus auf Bleibasis – vergleichbar mit Autobatterien – günstiger als solche auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie, wobei Letztere wiederum mehr speichern können, kompakter sind, flexibler aufgestellt werden können und zudem eine längere Haltbarkeit aufweisen.

Stromspeicher-Kosten

Kosten der verschiedenen Stromspeicher

Die Speicherkapazität des Stromspeichers ist eine der wichtigsten Kostenfragen. Hier sollten Sie sehr genau vorgehen und im Zweifel einen fachkundigen Elektriker zurate ziehen. Der Speicher sollte genau für Ihre individuellen Strom-Bedürfnisse dimensioniert sein, um das Kosten-Nutzen-Verhältnis positiv zu halten.

Die Kosten für Stromspeicher auf Basis von Blei-Technologie liegen je nach Hersteller und Speicherkapazität zwischen 300 und 500 Euro pro kWh nutzbarer Kapazität. Sie haben eine Lebensdauer zwischen 5 und 10 Jahren und eine Entladetiefe von 50 % (d. h. 50 % des Speichers müssen immer aufgeladen sein, um die Lebensdauer zu erhalten). Der Wirkungsgrad von Blei Akkus liegt bei ca. 70 %, weshalb PV-Anlagen beim Einsatz dieser Speichertechnik größer dimensioniert werden müssen. Achtung: Blei Stromspeicher müssen vergleichsweise häufig gewartet werden!

Lithium-Ionen-Speicher kosten hingegen zwischen knapp 750 und 1.200 €/kWh, und haben eine Lebensdauer von rund 15 Jahren. Sie verfügen über eine Entladetiefe von bis zu 100 %, ihre Kapazität kann also nahezu komplett genutzt werden und einen Systemwirkungsgrad von 90 %. Lithium-Ionen-Speicher arbeiten entsprechend sehr effektiv und flexibel.

Der Ansporn für den Kauf eines Stromspeichers ist ja, den erzeugten Strom nicht mehr ins Netz einspeisen zu müssen, denn dadurch würde einiges an Einsparpotenzial verloren gehen. Stattdessen sollte die Speicherkapazität groß genug sein, damit der tagsüber gespeicherte Strom von abends bis morgens reicht oder in Zeiten, wo die PV-Anlage nicht ausreichend Strom produzieren kann, eigener Strom bereitgestellt werden kann.

Ist er zu klein, müssen Sie auf den teuren Strom Ihres Stromanbieters zurückgreifen. Ein zu großer Stromspeicher amortisiert sich durch die höheren Anschaffungskosten bei niedrigerem Stromverbrauch hingegen später. Schließlich wird Strom, der nicht verbraucht oder aufgrund eines vollen Speichers nicht gespeichert werden kann, ins Stromnetz eingespeist, was Einnahmen für Sie bedeutet. Rechnen Sie bei einem durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt mit einer Speichergröße von 4 bis 6 kWh.

Grundsätzlich gilt die Faustformel:

  • 1 kWp Solarmodule pro 1.000 kWh Verbrauch pro Jahr
  • 1 kWh nutzbare Speicherkapazität pro 1.000 kWh Jahresverbrauch

Bei einem Verbrauch von 3.000 kWh sollten Sie also min. 3 kWh Speicherkapazität einplanen. Die Kosten für PV-Speicher haben somit neben den reinen Anschaffungskosten des Geräts an sich einen zweiten und noch interessanteren Faktor.

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So berechnen Sie die Kosten pro gespeicherte kWh:

Achten Sie entsprechend auf den Preis pro gespeicherter Kilowattstunde. Dieser Preis ist nicht zu verwechseln mit den Anschaffungskosten pro Kilowattstunde, sondern bezieht sich auf die langfristigen Kosten pro gespeicherter kWh.

Den Preis werden Sie in der Regel nicht auf der Verpackung des Speichers finden, aber Sie können Sie folgendermaßen berechnen:

  • Kosten für Stromspeicher / speicherbare Energiemenge (=Nennkapazität x Vollzyklen)

Im Ergebnis kommen Sie pro gespeicherter kWh auf einen Preis von durchschnittlich 20 ct, bei vielen liegen sie auch noch deutlich höher. Manche Hersteller, wie Tesla und LG Chem unterbieten diese Preise jedoch auch und kommen auf einen Wert von ca. 15 Cent. In mittelbarer Zukunft wird jedoch mit sinkenden Preisen für gespeicherte Kilowattstunden gerechnet.

Kosten für die Stromspeicher Installation

Die Fortschritte in der Batterietechnik und die Anstrengung der Stromanbieter (von E.on bis RWE) sowie marktfremder Firmen wie Mercedes-Benz und dem amerikanischen Elektroauto-Bauer Tesla sorgen bereits für fallende Preise. Zu diesen Kosten müssen Sie jedoch in den allermeisten Fällen auch Installationskosten einkalkulieren, da Stromspeicher nicht ohne Weiteres in eine bestehende PV-Anlage integriert werden können. Beispielsweise wird häufig der Austausch des Wechselrichters notwendig. Aber auch die Art, bzw. Größe des PV-Speichers spielen eine Rolle.

Bleibatterien sind sehr schwer und können nicht problemlos im Dachstuhl untergebracht werden. Um Stromspeicher fachgerecht und platzsparend unterzubringen, sollten Sie in jedem Fall einen fachkundigen Solarteur beauftragen. Die Preisspanne für den Einbau liegt hierbei zwischen 800 und 3.000 Euro, in Ausnahmefällen auch bis zu 4.000 €.

Stromspeicher-installieren

Gerade das Nachrüsten eines Stromspeichers ist teuer, da nicht nur zusätzliche Teile wie etwas der Wechselrichter installiert werden müssen, sondern der Speicher auch noch mit der Photovoltaikanlage abgestimmt werden muss. Es lohnt sich daher, den Stromspeicher direkt bei der Installation der PV-Anlage mitzuinstallieren.

Wann hat sich ein PV-Speicher amortisiert?

Üblicherweise amortisieren sich PV-Anlagen innerhalb von ca. 10 Jahren. Bis zu 15 Jahre dauert es, wenn zusätzlich ein PV-Speicher installiert ist. Als Faustregel gilt, dass sich der Speicher umso schneller amortisiert, je niedriger die Speicherkosten pro kWh ausfallen und je länger die Batterie hält. Darüber hinaus profitieren vor allem jene Haushalte von einem Stromspeicher, die ihren Strom vor allem abends oder nachts verbrauchen. Für Berufstätige und Familien, die erst abends nachhause kommen, ist der Speicher daher in der Regel eine gute Investition.

Alle anderen, die ihren Strom überwiegend tagsüber verbrauchen und den Strom selbst nicht zeitnah aufbrauchen können, sollten dagegen über eine Einspeisung ins Stromnetz nachdenken. Eine Batterie sollte nämlich nicht über einen längeren Zeitraum vollgeladen sein, da das der Langlebigkeit der Batterie schadet. Die Einspeisevergütung liegt aktuell (Stand: 2023) bei 8,2 Cent pro kWh bei Anlagen von bis zu 10 kWp. Für größere Anlagen erhalten Sie 7,1 Cent pro kWh, wobei die ersten 10 kWp immer noch zu 8,2 Cent pro kWh abgerechnet werden.

Dann gibt es noch die Eigentümer älterer Systeme, bei denen die EEG-Vergütung nach 20 Jahren ausläuft. Da die PV-Anlagen bis dahin in aller Regel refinanziert sind, produzieren sie Strom nahe dem Nulltarif. Die Produktion des Stroms kostet dann dank der niedrigen Betriebskosten nur 3 bis 5 Cent pro Kilowattstunde. Gerade dann lohnt es sich, einen Stromspeicher zu kaufen. Alternativ kann der Strom noch bis 2027 ins Netz eingespeist werden, wobei sich der Preis an dem Jahresmittel des Solarstroms des Vorjahrs orientiert.

Sind Sie Besitzer eines Elektrofahrzeugs oder denken über eine Anschaffung nach? Auch dann profitieren Sie von einem Stromspeicher, denn in Kombination mit einer Wallbox können Sie so direkt von Zuhause aus Ihr Fahrzeug mit selbst gewonnen Strom versorgen. Welche Kosten Sie dafür erwarten, erfahren Sie in unserem Preisvergleich zu den Wallbox Kosten.

Fazit: Bei einem aktuellen Strompreis von ca. 28 Cent (Stand 2023) und Stromspeicher Kosten pro gespeicherter kWh Solarstrom von ca. 20 Cent, werden PV-Speicher erst langsam lukrativ. Allerdings kann sich das noch bessern, nämlich dann, wenn die Strompreise weiter ansteigen und die Stromspeicher Kosten weiterhin sinken. Bedenkt man die derzeitige Verbreitung von förderfähigen PV-Anlagen und deren auslaufende EEG-Vergütung, kann mit einem weiteren Anstieg von Stromspeichern gerechnet werden. Mehr zum Thema Förderung erfahren Sie übrigens in unserem Ratgeberbeitrag zur Stromspeicher Förderung.

Angebote einholen und vergleichen

Eine professionelle Installation des Stromspeichers ist das A und O für eine langanhaltende Effizienz. Einen Elektroinstallateur, der Ihnen bei der Planung, Umsetzung und auch Beantragung der Förderung hilft, finden Sie bequem über unser Portal. Tragen Sie dazu einfach Ihre Stadt oder Postleitzahl in die Suchmaske ein und geben Sie Ihre Anforderungen durch. Binnen kurzer Zeit erhalten Sie mehrere Angebote aus Ihrer Region, die Sie miteinander vergleichen können.

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