Elektroinstallation im ganzen Haus

Die Elektroinstallation nimmt man im Alltag eigentlich nicht wahr, außer sie fällt schadensbedingt aus, dann nämlich fallen auch alle elektronischen Geräte aus. Bei der Elektroinstallation ist es also wie bei so vielen Dingen: Wie wichtig sie ist, merkt man erst, wenn man sie nicht mehr hat. Um eine möglichst fehlerfreie und zuverlässige Elektroinstallation durchzuführen, geht der Elektriker streng systematisch, nach strikten Regeln und auch Raum für Raum vor. Unser 11880.com-Elektriker-Ratgeber erklärt anhand von Beispielen im Privathaushalt, wie Elektroinstallation richtig durchzuführen ist.

Elektroinstallation in der Küche

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Die Küche ist ein Raum mit einem sehr hohen Bedarf an Elektroinstallation, denn hier stehen ja später auch sehr viele elektrische Endgeräte. Sie brauchen auch Starkstrom für den Ofen und am besten ist ein Stellplan der Küchengeräte, damit die Elektroinstallation entsprechend ausgerichtet wird und alle Steckdosen und Schalter an der richtigen Stelle angebracht werden können. Wichtig ist, dass bestimmte Geräte wie Mikrowelle oder Elektroherd individuelle Anschlüsse bekommen, da diese Großgeräte eigene Stromkreise benötigen.

Gut ein Dutzend Steckdosen in der Küche

Doch nicht nur die Großverbraucher mit ihren eigenen Stromkreisen müssen bei der Planung der Elektroinstallation berücksichtigt werden. Hinzu kommen ja auch noch permanent angeschlossene Kleingeräte wie Kaffeemaschinen, Toaster oder Wasserkocher und diverse andere Geräte, die vorübergehend ebenfalls eine Steckdose brauchen, wie zum Beispiel Mixer, Eierkocher oder auch der Staubsauger. Letzterer erhält idealerweise eine eigene Steckdose beim Türrahmen in Bodennähe.

Elektroinstallation im Wohnzimmer

Nicht zuletzt muss auch die Beleuchtung stets in die Elektroinstallation mit eingeplant werden. Während dieses Thema in der Küche mit einer hellen Deckenleuchte und vielleicht ein paar Unterschrankleuchten abgehakt ist, sollte es im Wohnzimmer eine ausgefeilte Lichtstimmung geben. Hier sollten verschiedene Leuchten-Gruppen berücksichtigt werden, um verschiedene Lichtsituationen schaffen zu können und auch Wechselschalter können nicht schaden, um die Lampen auch von verschiedenen Bereichen des Raums an- und ausschalten zu können.

Wichtig: TV-Anschluss

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Doch auch hier im Wohnzimmer geht es natürlich darum, an die elektronischen Geräte zu denken, die hier in Zukunft Strom brauchen werden. Speziell der Fernseher braucht natürlich über den Strom hinaus auch einen Antennen- oder Kabelanschluss, der ebenfalls in der Elektroinstallation berücksichtigt werden will. Hier sollte die Elektroinstallation stets ausreichend Steckdosen vorsehen, damit für alle Geräte genügend Anschlüsse vorhanden sind. Schließlich stehen in der „Multimedia-Station“ nicht nur TV-Geräte, sondern auch Receiver, DVD- oder Blu-ray-Player, Spielkonsolen, Schnurlos-Kopfhörer, Lautsprecheranlage usw. Hier kommen Sie schnell mal auf ein Dutzend Stecker, die alle an den Strom angeschlossen werden wollen. Achtung: Es ist nicht ratsam, mehrere Mehrfachsteckdosen hintereinanderzuschalten!

Elektroinstallation im Bad

Während Küche und Wohnzimmer noch besonders anspruchsvoll in Bezug auf Anzahl und Anordnung von Steckdosen und Schaltern waren, geht es jetzt im Bad technisch richtig anspruchsvoll mit der Elektroinstallation weiter. Denn das Bad ist ein Feuchtraum – und der geht mit Wasser oder zumindest Wasserdämpfen einher. Deshalb wird die Elektroinstallation im Bad in bestimmte Installationszonen aufgeteilt, über die Sie hier mehr lesen können.

Besonderheiten bei der Elektroinstallation im Bad

Im Großen und Ganzen ist das Bad recht anspruchslos, was Licht, Schalter und Steckdosen angeht. Hier reichen eine Haupt- und eine Spiegelbeleuchtung. Und auch die Anzahl der benötigten Steckdosen (für Föhn, Rasierer oder elektrische Zahnbürsten) hält sich in Grenzen. Allerdings ist für Bad und/oder Wanne eine Leitung zur Erdung einzuplanen und bei einem Whirlpool sind weitere Anschlüsse in die Elektroinstallation einzuplanen.

Elektroinstallation im Schlafzimmer

Im Schlafzimmer geht es vornehmlich um den Komfort, der durch die Elektroinstallation erreicht werden soll. So benötigen die Bereiche rund um das Bett zusätzliche Lichtschalter. Durch diese Wechselschaltung wird das Schalten des Lichts vom Bett aus ermöglicht. Zudem denkt der Elektriker auch an zusätzliche Anschlüsse für Leselampen und Steckdosen direkt am Bett für Wecker oder zum Aufladen des Smartphones. Apropos: Auch Telefonleitungen können hier auf Wunsch verlegt werden.

Elektroinstallation im Kinderzimmer

Für die Elektroinstallation im Kinderzimmer gilt natürlich auch, die Sicherheit der Kleinen im Hinterkopf zu behalten. Vor allem bei Kleinkindern müssen daher alle Steckdosen mit Kindersicherungen ausgestattet sein. Ansonsten braucht man hier einen Lichtschalter an der Eingangstür, vielleicht noch einen zweiten am Bett und Steckdosen für Kinderleuchten oder Kinderradios. Bedenken Sie auch hier, dass Sie eine passende Steckdose für den Staubsauger brauchen. Langfristig geplante Elektroinstallation im Kinderzimmer – das ja irgendwann einmal auch zum Jugendzimmer wird – berücksichtigt aber auch schon den Telefon- und Fernsehanschluss.

Elektroinstallation im Freien

Sofern Sie einen Garten haben, sollten hier Außensteckdosen eingeplant werden. Diese können direkt an den Hausstrom angeschlossen und in den Garten verlegt werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, entsprechende Exemplare mit Erdspieß an eine am Haus angebrachte Außensteckdose mittels Verlängerungsschnur anzubringen, um so die Stromzufuhr im Freien zu gewährleisten. Wichtig ist bei allen Stromkomponenten im Freien, dass sie mit einer passen IP Schutzklasse ausgestattet sein müssen, um gegen das Eindringen von Wasser und Schmutz gesichert zu sein.

Sicherheitstechnik rund ums Haus

Zusätzlich zu allen elektrischen Belangen rund um den Garten können Sie natürlich bei der Planung der Elektroinstallation auch Sicherheitstechnik mit einbeziehen. Hier können schon am Dachfirst angebrachte Außenleuchten mit starken Leuchtmitteln und Bewegungsmeldern ein guter Schritt in Richtung Heimsicherheit sein. Wollen Sie Alarmanlagen, private Videoüberwachung oder eine Zutrittskontrolle an Ihrem Haus anbringen lassen, sollten diese natürlich auch entsprechend in die Planung der Elektroinstallation mit einfließen, da hier der Anspruch an die Elektroinstallation noch einmal deutlich ansteigt.

Elektroinstallation selber machen?

Mit der Ausführung der Elektroinstallation sollten Sie aber auf jeden Fall einen erfahrenen, qualifizierten Elektriker beauftragen. Wie Sie in unserem Artikel sehen können, ist jeder Raum auf seine Weise anspruchsvoll, was die Elektroinstallation angeht. Allgemein geht es bei der Elektroinstallation um Installationszonen, Schaltungen und auch Brandschutz (siehe auch: Brandschutzschalter)und damit letztlich versicherungstechnische Aspekte: Wenn etwas passiert und Sie als Unqualifizierter für Schäden verantwortlich sind, wird Ihnen Ihre Hausratversicherung wohl kaum zur Seite stehen. Da die meisten Arbeiten nämlich für Unqualifizierte ohnehin nicht gestattet sind, empfiehlt sich der Kontakt zu einem Elektriker umso mehr.


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