Wechselschaltung: Es werde Licht!

Wechselschaltung – für den Elektriker ein ganz grundlegender Begriff, mit dem er beinahe täglich in seinem Job zu tun hat. Für Sie als unbescholtenen Laien aber könnte es ein Begriff sein, mit dem Sie gar nichts anfangen können, obwohl Sie täglich darauf zurückgreifen. Unser 11880.com-Elektriker-Ratgeber erklärt Ihnen, was die Wechselschaltung ist, wie sie funktioniert und wo sie zum Einsatz kommt.

lichtschalter anbringen
© Grigorev_Vladimir - istockphotos.com

Ein gängiges und beliebtes Beispiel, mit dem Elektriker immer gerne erklären, was genau die Wechselschaltung ist, ist der Lichtschalter, bzw. zwei Lichtschalter. Wechselschaltungen kommen nämlich dann zum Einsatz, wenn z. B. an zwei verschiedenen Stellen eines Raums eine Leuchte an- und ausgeschaltet werden kann. Solche Schalter kommen entsprechend bevorzugt in Schlaf- oder Esszimmern, Kinderzimmern, Durchgangsräumen oder auch in großen Räumen mit mehreren Eingängen zum Einsatz.

Die Wechselschalter

Für die Wechselschaltung brauchen Sie entsprechend auch zwei Wechselschalter. Der Wechselschalter kann zwei Stellungen einnehmen: Kontakt offen und Kontakt geschlossen. Zum Befestigen in der Schalterdose hat er links und rechts jeweils zwei Krallen. In die drei vorhandenen Anschlussklemmen wird der Außenleiter – auch Phase genannt – gesteckt. Hierbei handelt es sich um das Strom führende Kabel, der Kontakt ist in vielen Fällen rot gekennzeichnet. Dieser Kontakt wird beim anderen Wechselschalter direkt mit dem Verbraucher, also etwa einer Lampe, verbunden. Die beiden anderen Kontakte verbinden die Wechselschalter miteinander.

Verdrahtung bei der Wechselschaltung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Draht von einem Wechselschalter zur Lampe geht, von welchem Schalter, spielt keine Rolle. Dieser Draht wird auch Lampendraht genannt. Gleichzeitig findet am anderen Wechselschalter die Zuleitung von Strom statt. Die beiden anderen Klemmen dienen der Verbindung der Wechselschalter, sie werden auch Korrespondierende genannt. In manchen Fällen müssen zudem auch ein Neutralisierer und ein Schutzleiter mit verlegt werden.

Anschluss der Wechselschaltung

wechselschaltung
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Um die Wechselschaltung anzuschließen, benötigt der Elektriker eine Zuleitung zum ersten Schalter. Die kann zum Beispiel vom Unterverteiler kommen. Mit dem ersten Schalter wird nun der zweite verkabelt und mit diesem wiederum die Lampe. Die Leitung, die den Strom führt – meistens schwarz gefärbt –, wird in eine Klemme gesteckt. Die Kabel zwischen den Schaltern, die Korrespondierenden, sind in der Regel grau und braun. Die beiden blauen Adern, wie auch die beiden grün-gelben Drähte werden im ersten Schalter nun jeweils mit einer Steckklemme verbunden. Am zweiten Schalter verläuft das schwarze Kabel zur Lampe, fertig ist die Wechselschaltung.

Welches Werkzeug wird benötigt?

  • Kombizange / Abisolierzange
  • Phasenprüfer
  • Schraubenzieher

Installation eines Wechselschalters 

Bei der Ausführung von Arbeiten an elektrischen Anlagen werden die Elektrofachkräfte einer Vielzahl von Gefahren ausgesetzt. Unfälle bei Elektroarbeiten enden häufig mit schweren äußeren und inneren Verletzungen oder schlimmstenfalls mit dem Tod. Sie sollten deshalb bei Arbeiten die mit Strom zu tun haben, Experte überlassen oder zumindest die 5 Sicherheitsregeln der Elektrotechnik beachten.

Die 5 Sicherheitsregeln der Elektrotechnik

  1. Freischalten.
  2. Gegen Wiedereinschalten sichern.
  3. Spannungsfreiheit feststellen.
  4. Erden und Kurzschließen
  5. Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken.

Weiteres zu den 5 Sicherheitsregeln

Wechselschaltung Installationsplan
Wechselschaltung Installationsplan

 

L = Aussenleiter / Phasen: stromführender Leiter

N = Neutralleiter: im Normallfall keine Spannung.

PE = Schutzleiter 

Warum für die Wechselschaltung Elektriker beauftragen?

Klingt alles im Prinzip nicht so schwer, und wenn man es ein- oder zweimal gemacht hat, ist es auch gar nicht allzu kompliziert. Erfahrene Hobby-Heimwerker und Bastler schrecken vor dem Anschluss einer Wechselschaltung nicht zurück. Dennoch empfiehlt es sich, dafür einen Elektriker zu beauftragen, denn bei der Arbeit selbst können Gefahren herrschen, wie auch können Folgeschäden entstehen, wenn die Arbeit nicht fachmännisch durchgeführt wird. Wenn Sie die selbst zu verantworten haben und nicht-qualifiziert Hand an Ihre Wechselschaltung angelegt haben, wird wohl auch die beste Hausratversicherung nicht für Sie da sein. Anders ist das, wenn Sie einen qualifizierten Elektriker die Wechselschaltung anschließen lassen.


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