Alles rund elektrische Leiter

Wie sollte wohl der Strom vom Kraftwerk direkt bis zu unseren Steckdosen gelangen, wenn es nichts gäbe, das den Strom dorthin leitet? Elektrische Leiter sind genau hierfür verantwortlich. Sie leiten den Strom schnell und zuverlässig dorthin weiter, wo sie der Elektriker hinverlegt hat. Im Haushalt sind das neben den Steckdosen eben auch Lampenanschlüsse, Lichtschalter oder der Starkstromanschluss für den Ofen. Unser 11880.com-Elektriker-Ratgeber stellt Ihnen elektrische Leiter vor, sagt Ihnen, welche es im Privathaushalt gibt und welche Farben dafür eingesetzt werden.

Was sind elektrische Leiter?

Elektro Kabel
© zilli - istockphotos.com

Wie gesagt, elektrische Leiter leiten Strom an die Stellen weiter, wo wir ihn benötigen. Dort angekommen, geben die elektrischen Leiter den Strom zum Beispiel an die Verbraucher weiter, also etwa an die Kaffeemaschine oder den Föhn. Speziell in diesem Zusammenhang werden die elektrischen Leiter der sogenannten ersten Klasse verwendet. Dabei handelt es sich um Leiter metallischer Natur, in denen Elektronen nahezu frei beweglich und damit gut „leitbar“ sind. Diese Leitfähigkeit ist bei Metallen gegeben und bei Silber am höchsten – dies hat aber auch einen sehr hohen Preis. Da Kupfer ebenfalls sehr gut leitet und wesentlich günstiger ist, wird dieses Metall am häufigsten als elektrischer Leiter für den Haushalt benutzt.

Metalle als elektrische Leiter

Durch ihre physikalischen Eigenschaften eignen sich Metalle besonders gut als elektrische Leiter. Das gilt neben Silber oder Kupfer auch für Gold, Aluminium, Zinn oder Blei. Zinn wird zum Beispiel bei gedruckten Schaltungen genutzt, während Gold sich am besten als Verbindungsleiter eignet.
Die Grundlage für die Leitfähigkeit ist die Kristallgitterstruktur in Metallen, die die Elektronen nur schwach binden. Die Folge ist eine nahezu vollständige Bewegungsfreiheit für jene Elektronen, was wiederum gleichbedeutend mit hoher Leitfähigkeit ist. Sonderformen elektrischer Leiter stellen Halbleiter und Supraleiter dar, wobei hier die Temperaturen des Leiters eine zentrale Rolle spielen.

Die Gegenspieler der elektrischen Leiter

Doch irgendwo oder irgendwann muss der Stromfluss auch einmal gestoppt oder unterbrochen werden. Dies geschieht durch elektrische Leiter und Isolatoren. Wie auch bei Leitern anderer Natur – also etwa Wasser, Gasen oder Säuren –, gibt es auch bei den metallischen elektrischen Leitern Isolatoren, also Stoffe, die Strom kaum oder gar nicht leiten und somit den Stromfluss unterbrechen. Dies sind im Kontext metallische elektrische Leiter vor allem Glas, Porzellan und Keramik. Isolatoren – oder auch „Nicht-Leiter“ – sind dringend notwendig, nicht nur um den Stromfluss zu regulieren, sondern auch aus Sicherheitsgründen.

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Welche Farbe haben elektrische Leiter?

Das am häufigsten eingesetzte Kabel bei der Elektroinstallation ist das dreiadrige NYM-J 3x1,5mm². Es kann zum Anschluss für Steckdosen und Lampen verwendet werden. Es besteht aus den folgenden drei Adern: 

Name 

Aufgabe

 

Außenleiter
(L) 

 

Steht unter Spannung, versorgt Verbraucher mit Strom

 

Neutralleiter 
(N)

 

Der Strom fließt an diesem Kabel zurück zur Stromquelle.

gruen-gelb-leiter

 

Schutzleiter 
(PE)

 

Leitet Strom gegen Erde um vor Stromschlägen zu schützen. 

Bei vielen Altbauten kann es sein, dass die Farben der elektrischen Leiter sich von den oben gezeigten Elektroleitungen unterscheiden. Bis 1965 war der Neutralleiter grau und der Schutzleiter war rot.

Eigenschaften eines elektrischen Leiters

Die Kombination aus elektrischen Leitern und Isolatoren ist vor allem bei elektronischen Bauelementen eine wichtige Kombination, die sowohl die Funktion als auch die Sicherheit stark beeinflusst. Elektrische Leiter und deren Funktion sind dabei abhängig von drei besonderen Eigenschaften, dem Stoff, aus dem der Leiter besteht, seiner Länge und der Querschnittsfläche, z. B. der Dicke des Stromkabels.

Vorsicht: Unfreiwillige elektrische Leiter

Doch Strom wird nicht nur sicher durch die Kabel in der Wand geleitet, nicht nur gezielt in Kraftwerken produziert und durch elektrische Leiter sicher dorthin geführt, wo wir ihn haben wollen. Strom kann zum Beispiel auch durch Blitze entstehen und er kann auch dort geleitet werden, wo Sie ihn vielleicht nicht direkt vermuten würden. So können auch feuchtes Holz, Leitungswasser, Bleistift- und Kugelschreiberminen elektrische Leiter sein, und auch der Mensch selbst kann ein elektrischer Leiter sein.

Elektrische Leiter und Isolatoren

elektrische-leiter-isolatoren
© VladyslavDanilin - istockphotos.com

Ein Isolator verhindert den Stromfluss zwischen zwei elektrischen Leitern. Um den Sicherheitsaspekt im Umgang mit elektrischen Leitern zu erhöhen, sind elektrische Leiter in Kabelform mit Isolierungen versehen. Sie kennen diese Isolierungen sicherlich in Form der farbigen Kabel, die aus den Wänden und Decken in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus herausragen. Diese Kabelfarben dienen einerseits der Isolierung der elektrischen Leiter und damit der Sicherheit vor Stromschlägen bei Berührung. Andererseits werden die elektrischen Leiter dadurch gegeneinander geschützt, um so Kurzschlüsse zu vermeiden und die Kabelfarben stehen auch für unterschiedliche Typen von elektrischen Leitern:

  • Schwarzes Kabel: Phase (L), Strom führender Leiter, „Außenleiter“ – steht unter Spannung und sorgt für die Stromversorgung
  • Blaues oder graues Kabel: Neutralleiter (N) – Strom rückführend, Stromfluss vom Verbraucher zurück zur Quelle
  • Grün-gelb: Schutzleiter (PE) – leitet Berührungsspannung an leitfähigen Metallgehäusen zur Erde

 

Wichtig: Dieser Beitrag dient nur als Anregung und gibt Tipps für die Elektroinstallation. Es handelt sich jedoch um keine vollständige Installationsanleitung. Es wird keinerlei Haftung für entstandene Personen- und Sachschäden bei unsachgemäßer und nicht vorschriftsgemäßer Ausführung übernommen. Wenn Sie unsicher bei der Installation sind, sollten Sie auf jeden Fall einen erfahrenen, qualifizierten Elektriker beauftragen. 


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